5. Dresdner Biennale

vom 4. bis 20.9.2015, in der ehemaligen Arbeitsanstalt Königsbrücker Straße sowie dem großen Glockenturm der Garnisonkirche, Dresden-Neustadt

mein Beitrag sind die Mosaike: "Fließende Grenzen" und "Zebrastreifen"

am 16.09 bin ich auch vor Ort

 

In Dresden sagt man einfach man geht zum ORNÖ. Das besondere an diesem Festival lässt sich kaum mit der Kategorisierung Kunstfestival fassen. Mehr als 200 Künstler kommen an nur 17 Tagen zusammen. Das Zusammenführen verschiedener Sparten, das Überschreiten von Grenzen zwischen den Kunstformen ist charakteristisch. Ein Gesamtkunstwerk als Gemeinschaftswerk von Bildenden Künstlern, Musikern, Schauspielern, Sängern, Performern und anderen ist das erklärte Ziel. Zur Vernissage wird die junge aber hochdotierte koreanische Künstlerin Ya Wen Fu Prometeus gleich an einen mehr als 70 hohen Kirchturm mit fast 100m langen selbst verfertigten Bändern gefesselt und kämpft einen sehr ungleichen Kampf. Mit zunehmender Dunkelheit wird die Illumination des irischen Lichtkünstlers Ruairí O'Brien hinter ihr den Kirchturm aus dem Dunkel schälen. Begleitet vom Klang der Glocken der Glockenperformance 'Glönge' werden die Menschen geleitet von zwei schwarzen und weißen Pferden in einer Prozession den 300m langen Weg durch einen Park zum zweiten Festivalort, der 1000qm großen ehemaligen Arbeitsanstalt, abschreiten. Dort empfängt sie der Mime Alf Mahlo als Streifenpolizist und wird versuchen das als Zebrastreifen gestaltete Kunstwerk der griechischen Künstlerin Stefanía Karampa vor den Besuchern zu schützen. So geht es das ganze Festival weiter. Da wird bei LichtMusik Musik aus Licht, genauer aus Laserstrahlen erzeugt, bei ZeBrass treffen sich afrikanische Rhythmen mit deutscher Blasmusik, 'Ist das Kunst oder kann das weg' fragt die Komödiantin Jolanda Querbeet bei der MitternachtsAusstellung. Der Turm kommt bei dem wahrhaft ungewöhnlichen Projekt SönnennunterKlang von Jarii van Gohl ins Spiel. Er hat berühmte Gebäude Dresdens mit den Mikrophon aufgenommen. Aufgrund seiner Höhenlage und seiner enormen Ausmaße wird dieser höchste begehbare Punkt Dresdens genau zum Sonnenuntergang eine Klangführung mit gleichzeitigen Blick von oben auf diese herausragenden Gebäude der Barockstadt bieten. Bei den Häusern der Klänge werden dieser Turm und die ehemalige Arbeitsanstalt in allen Räumen zum Klingen gebracht. Der Künstler Hannes Heyne spielt sogar mit dem Turm und erzeugt aus dem Turm mit dem Turm Klänge, die so wohl nie wieder zu hören sein werden.
In die Arbeitsanstalt wurden im Kaiserlichen Deutschland arbeitsunwillige und Bettler vom Schutzmann abgeliefert. Für eine Suppe und ein Dach über'm Kopf mussten sie dort arbeiten. Heute bietet die Arbeitsanstalt arbeitswilligen Künstler Obdach. Eine Suppe gibt es sogar auch manchmal, aber nur in der Aufbauphase.

 

zu finden unter www.CULTURALL.info Region: Dresden

oder direkt unter www.DresdenKultur.de 

Vernissage: 4.9.2015 
20:24 Uhr: Eröffnung im Turm
 
Vernissage - Turm-Performance 

Finissage 
20.9.2015, 18:20 Uhr / Arbeitsanstalt
  
Der PROPREUM Kunstpreis wird seit 2008 vergeben und ist dotiert mit dem Ankauf eines Werkes der PreisträgerIn - unterstützt durch die DREWAG, die Stadtwerke Dresdens. Das angekaufte Kunstwerk geht in die langfristig angelegte PROPREUM Sammlung Dresden Kunst ein.

Öffnungszeiten (5.9.-20.9.) 
Arbeitsanstalt: 
Mo-Fr 14-22 Uhr (außer: 5.9.*/18.9*. bis 20 Uhr), Sa* 11-20 Uhr /So* 11-22 Uhr 
Turm: 
Mo-Fr 17-20 Uhr (außer: 5.9.* bis 19 Uhr), Sa/So 14-20 Uhr 
*zu den Live-Veranstaltungen geöffnet, gesonderte Preise beachten!

Eintrittspreise Ausstellungen 
Vernissage (4.9.): 
6 €, keine Ermäßigungen 
Ausstellungen (5.9.-20.9.): 
Mo-Fr 4 €, Sa/So 6 Euro

mehr Infos unter:

http://www.dresdner-biennale.com